Freiwilligenagentur für Königswinter und Umgebung
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Ehrenamtstag 2018

Mehr Miteinander für eine Stärkung des Ehrenamts
6. Ehrenamtstag in Königswinter zieht viele Besucher an

Mit der Eröffnung durch Bürgermeister Peter Wirtz drehte sich am Samstag den 10. März beim 6. Ehrenamtstag „Königswinter engagiert sich“ in der CJD-Aula Königswinter wieder alles um das Thema Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement. Das Forum Ehrenamt und die Stadt Königswinter hatten Vereine und Engagierte aus Königswinter eingeladen.

„Ehrenamtliches Engagement ist im Wandel", so Jochen Beuckers vom Forum Ehrenamt in der Eröffnung. „Immer mehr Menschen engagieren sich. Und sie haben andere Erwartungen als früher." Vereine und neue Engagementformen stünden nebeneinander. „Viele Menschen, begünstigt durch den Umgang mit neuen Medien und einem anderen Lebensgefühl, wollen sich spontan und situationsbezogen einbringen." Das habe sich auch in der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe gezeigt.

„Die Vereine stehen vor neuen Herausforderungen. Was passiert, wenn in den Ortsteilen Veranstaltungsorte wegbrechen und Vereine sich angesichts von Auflagen und Vorschriften nicht mehr in der Lage sehen, Veranstaltungen durchzuführen?", fragte Beuckers. „Wir brauchen eine Vielfalt bürgerschaftlichen Engagements in Königswinter und wir brauchen ein neues Miteinander in der Zusammenarbeit, um die Herausforderungen zu bewältigen", so Beuckers. Beuckers verwies auf die vielen Initiativen, die sich im Rahmen der Engagierten Stadt Königswinter bereits gebildet hätten. „Es gibt immer mehr Anknüpfungspunkte, bei denen Bürger für sie drängende Fragen selbst in die Hand nehmen und lösen wollen. Und es gibt ein wachsendes Interesse an Austausch und Zusammenarbeit in unserer Stadt". Als Beispiel verwies Beuckers auf die jüngste Initiative von Römlinghovener Bürgern zur Nahversorgung und auf die Gründung des Netzwerks Senioren, in dem die professionellen und ehrenamtlichen Träger aus der Seniorenarbeit sich zusammengefunden haben.

Moderiert von Ute Lange gestalteten Eva Nemela, Programmdirektorin des bundesweiten Netzwerkprogramms Engagierte Stadt, Hamburg, und die Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen NRW, Stephanie Krause, den Auftakt des Tages. Unter dem Thema „Ehrenamt vor Ort – Menschen verbinden, Engagement stärken" ging es um die wachsende Bedeutung ehrenamtlichen Engagements und um Modelle, wie die Zukunft des Ehrenamts vor Ort gestaltet werden kann.

Stephanie Krause stellte heraus, dass es ein großes neues Potential für bürgerschaftliches Engagement gebe. „Fast jeder ist bereit, sich in irgendeiner Form zu engagieren", so Krause „Menschen möchten sich mit ihren Fähigkeiten einbringen und nicht nur das machen, was ihnen zugewiesen wird." Vereine und Initiativen seien gut beraten, wenn sie sich diesem Wandel stellten und ihre Vorgehensweisen entsprechend anpassten. Hier leisteten die Beratungsangebote der Freiwilligenagenturen einen wichtigen Beitrag., so die Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen NRW (lagfa NRW e.V.)

Eva Nemela betonte die Notwendigkeit des Miteinanders vor Ort. „Es geht um verlässliche Rahmenbedingungen für das Engagement vor Ort und welchen Beitrag die einzelnen Akteure einbringen können." Die Erfahrungen der Engagierten Städte hätten im gesamten Bundesgebiet gezeigt, dass es nicht darum gehen könne einzelne Projekte vor Ort zu fördern. Es gehe um den Aufbau von verlässlichen Kooperationen. „Überall dort, wo die unterschiedlichen Akteure aus Zivilgesellschaft, Kommunen und auch aus der Wirtschaft gut kooperieren, können die Herausforderungen zum Beispiel aus dem demographischen Wandel besser bewältigt werden," so Nemela. Dafür brauche es „Kümmerer" vor Ort wie das Forum Ehrenamt.

„Engagement vernetzen, Informationen austauschen, Ideen weiterentwickeln, Projekte bekannt machen, Ehrenamt würdigen und auszeichnen, Menschen gewinnen – das sind die Ziele des Ehrenamtstags", beschreibt Jochen Beuckers vom Forum Ehrenamt die Veranstaltung. In diesem Jahr ging es besonders um die Verbindung von neuen und alten Engagementformen etwa von digitalem Engagement und dem klassische Engagement in einem Verein. Auch das Engagement der Generationen und in der Nachbarschaft war Thema von insgesamt sechs Foren, in denen sich die Teilnehmenden informieren und austauschen konnten.

Auf dem Markt der Ideen präsentierten sich rund 30 Träger und Vereine, die die Vielfalt des Engagements in Königswinter widerspiegelten. „Es ist immer wieder spannend, mit anderen Vereinen und Ehrenamtlichen ins Gespräch zu kommen," so eine Teilnehmerin, „und es waren auch einige Königswinterer da, die sich neu für unsere Arbeit interessieren und vielleicht mitarbeiten wollen". In einem Themenrundgang, moderiert von Ulrich Kunze und Burkard Severin vom Beirat der „Engagierten Stadt Königswinter“, wurden die Stände noch einmal besonders in das Geschehen des Ehrenamtstages eingebunden.

In sechs Foren zu verschiedenen Themen konnten sich Interessierte über aktuelle Themen rund um das Ehrenamt informieren und eigene Erfahrungen in die Diskussion einbringen.

Seinen feierlichen Abschluss fand der Ehrenamtstag in der Preisverleihung „Drachenstarkes Ehrenamt“ durch Bürgermeister Peter Wirtz, der seit der Gründung des Forum Ehrenamt auch Schirmherr der Freiwilligenagentur ist, und in der Verleihung der Ehrenamtskarte NRW.

Den musikalischen Rahmen dafür bot das Große Blasorchester CJD Königswinter unter Leitung von Rolf Ebel, das mit seiner 40köpfigen Besetzung einen beeindruckenden Schlusspunkt unter den Tag setzte.

In Kürze finden Sie hier eine Fotostrecke zum 6. Ehrenamtstag Königswinter.

Informationen über die Preisträger des Ehrenamtspreis "Drachenstarkes Ehrenamt" 2018 erhalten Sie hier.

Hier können Sie den Flyer vom Ehrenamtstag 2018 herunterladen: Flyer Ehrenamtstag 2018.

Weitere Informationen zur Ehrenamtskarte erhalten Sie hier.

Hier geht es zum Bericht über den letzten Ehrenamtstag: Ehrenamtstag 2016

 

 

 

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